Das Sonnenwunder von Fatima – das sagen die Skeptiker und der Vatikan

Das Sonnenwunder und die
Erscheinungen von Fatima – Betrug oder
etwa doch ein Zeichen Gottes?
Fatima, am 13. Oktober 1917: Schätzungsweise 70.000 Menschen schauen gebannt in den Himmel und können kaum glauben, was sie da sehen: Die Sonne dreht sich rasend schnell um ihre eigene Achse und verursacht ein prachtvolles Farbenspiel.

Die helle Scheibe, wie die Sonne von den Anwesenden wahrgenommen wird, scheint kurz darauf im Dreieck zu hüpfen, bevor sie sich stetig vergrößernd in Zickzackbewegungen auf die Menge zubewegt, um sich sogleich, ebenfalls in Zickzackbewegungen, wieder zurückzuziehen.

Das Sonnenwunder von Fatima – So haben die Menschen reagiert


Was hier wie ein mystisches Märchen klingt, wird genau an jenem 13. Oktober für zahlreiche Reisende, die Fatima aufgrund des angekündigten Wunders als Skeptiker, Reporter, Wissenschaftler oder auch Gläubige besuchten, zur unumstößlichen Realität. 

Ein Großteil der Pilger war aus Neugierde, nicht aus Glauben gekommen. Nie hätten sie geglaubt, dass das Wunder tatsächlich eintrete. Im Gegenteil. Nicht wenige Schaulustige – vor allem die anwesenden Journalisten und Wissenschaftler – machten sich bis kurz vor dem Sonnenwunder, lautstark über die Leichtgläubigkeit und Naivität der frommen Bevölkerung lustig, die den Worten der drei Seherkinder Lucia, Francisco und Jacinta im Vorfeld Glauben geschenkt hatten. 

Genau jene belustigende Überheblichkeit schien jedoch augenblicklich einer reumütigen Gesinnung zu weichen, als sich herausstellte, dass sich wie vorher angekündigt um exakt zwölf Uhr tatsächlich ein Wunder ereignete. Und das vor tausenden von Zeugen. 

Von der Erkenntnis ihres Irrtums tief ergriffen sackten die einen betend, die anderen weinend auf die Knie und baten Gott um Vergebung ihrer Sünden – ein Schauspiel, das vor allem in Anbetracht der Masse der Menschen doch sehr eindrucksvoll in Erinnerung der Augenzeugen blieb.
Skeptiker glauben nicht an das Sonnenwunder von Fatima

Auch wenn noch so viele Anwesende das Sonnenwunder von Fatima bezeugten, es war wohl die Tatsache des offensichtlichen Wunders, das aufgrund seines übernatürlichen Ursprungs vor allem nicht anwesende Skeptiker auf den Plan rief. Sie waren und sind sich auch heute noch sicher: 

Das Sonnenwunder von Fatima ging auf eine Massenhalluzination zurück. Immerhin sei die Erwartungshaltung eine nicht zu unterschätzende Komponente bei augenscheinlich paranormalen Ereignissen. Außerdem hätten auch Astronomen das Schauspiel wahrnehmen müssen. Einige Wissenschaftler glaubten das Fatimaphänomen auch natürlich erklären zu können und vermuteten unter anderem, dass Staubwolken von der Sahara die optischen Effekte bei Fatima verursachten.

Und was sagt der Vatikan zum Sonnenwunder von Fatima?


Und wie steht der Vatikan zu Fatima? Nach jahrelanger strenger Prüfung erklärte die römisch-katholische Kirche das Sonnenwunder von Fatima am 13. Oktober 1951 als authentisch und damit echt. In diesem Zusammenhang interessant zu wissen ist auch, dass Papst Pius XII. einen Tag vor der Dogmaverkündung "Mariens Aufnahme in den Himmel" am 31. Oktober 1950, also ein Jahr vor der römisch-katholischen Anerkennung Fatimas, selbst ein Sonnenwunder wahrgenommen haben will. 

Dieses soll jenem von Fatima sehr ähnlich gewesen sein. Das päpstliche Sonnenwunder, das Papst Pius XII. zunächst nur wenigen Vertrauten und einigen Kardinälen offenbarte, ereignete sich in den Vatikanischen Gärten und soll sich mehrmals wiederholt haben. 

Papst Pius XII. sah darin nicht nur eine Bestätigung des Mariendogmas, sondern sicher auch einen Hinweis bezüglich weiterer Entscheidungen, was die Anerkennung vonseiten der katholischen Kirche in Sachen Sonnenwunder von Fatima betraf.

Sehenswerte Filme und Dokumentationen zum Thema Sonnenwunder in Fatima


Neben dem Spielfilm "Die Erscheinungen von Fatima" sind vor allem auch die beiden Dokumentationen "Die Hirtenkinder von Fatima" sowie "... leben für Fatima" für all jene sehenswert, die sich eingehender mit dem Phänomen Fatima beschäftigen möchten.




Ein weiterer Filmtipp: Leben für Fatima